Wicked Questions in der Praxis: Die Paradoxie des Entscheidens
Shownotes
Über den Gast: Martin Rapp begleitet Organisationen dabei, ihre Meeting-Kultur zu verbessern und komplexe Veränderungsprozesse durch Liberating Structures menschlicher und effektiver zu gestalten,. https://www.martinrapp.de/ https://www.simon-weber.de/blog/paradoxien-praktisch-oder-die-form-der-paradoxen-verdichtung/
In dieser Folge spricht Christian mit Martin Rapp, selbstständiger Organisationsberater und erfahrener Facilitator, über die Liberating Structure Wicked Questions,. Martin teilt offen seine Reise vom ersten Scheitern bis hin zur tiefen systemischen Erkenntnis über den Wert dieser Methode,. Die Kernpunkte der Folge: • Vom „Angstgegner“ zum Aha-Erlebnis: Martin berichtet, wie er Wicked Questions anfangs als frustrierend erlebte, da der erhoffte „geniale Ausweg“ ausblieb,. Erst durch seine Ausbildung zum systemischen Berater verstand er, dass es bei der Methode um das Sichtbarmachen unauflösbarer Paradoxien geht. • Paradoxien in Organisationen: Ob Hierarchie vs. Matrix oder Sparen vs. Investieren – viele Widersprüche lassen sich nicht final lösen,. Die Struktur hilft dabei, den Raum zwischen diesen Polen zu erkunden und die Komplexität anzuerkennen, anstatt sich in endlosen Überzeugungsversuchen aufzureiben,,. • Befreiung vom Lösungszwang: Eine zentrale Erkenntnis ist die „Befreiung“ davon, immer eine perfekte Antwort finden zu müssen. Das bloße Benennen einer Paradoxie kann bereits Energie und Kreativität freisetzen,. • Praxis-Tipps für Facilitator: ◦ Wicked Questions sollten eher als Dauerbegleiter und nicht als einmaliges Event genutzt werden,. ◦ Kombinationsmöglichkeiten bestehen mit Strukturen wie Integrated Autonomy, Spiral Journal oder sogar Griefwalking, um Abschiedsschmerz von unerfüllbaren Erwartungen zu begleiten. ◦ Demut und Vorbereitung: Facilitator sollten darauf vorbereitet sein, dass die Gruppe auf echte organisationale Kernprobleme stößt, die Zeit und einen geschützten Rahmen benötigen.
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