Facilitation in Uniform und Verwaltung
Shownotes
Über den Gast:
- Stefanie Müller ist gebürtige Leipzigerin und arbeitet im "KI Lab" (Anwendungslabor für künstliche Intelligenz und Big Data) im Umweltressort.
- Nebenberuflich ist sie Mitgründerin der Firma "12° Coaching" und zudem aktive Reservistin bei der Marine, wo sie agile Schulungen und Workshops gibt. https://www.linkedin.com/in/stefanie-m%C3%BCller-coach/ https://12gradcoaching.de/
Highlights & Themen der Folge:
- Der Weg zu Liberating Structures: Wie ein Buch von Daniel Steinhöfer Steffi für die Methoden begeisterte und sie nach einem Online-Workshop den gesamten Kanon bei ihm absolvierte.
- Nutzen von Liberating Structures: Die Methoden bieten eine klare Struktur, die es erlaubt, Menschen selbst in explorativen Räumen im öffentlichen Dienst zu aktivieren. Zudem bieten sie einen niedrigschwelligen Ansatz, um "Project Aristoteles"-Erkenntnisse wie psychologische Sicherheit in die Praxis umzusetzen.
- Einsatz bei der Marine: Wie Troika Consulting im Female Leadership Program der Marine dabei hilft, Führungskräften das echte Zuhören beizubringen. Warum Methoden wie Spiral Journaling dort den "Schnipsgummi reißen" lassen könnten und weshalb Steffi Caravan Consulting für das Militär in "Expedition Consulting" umtaufen musste.
- Einsatz im öffentlichen Dienst: Warum die wachsende Komplexität bei Gesetzesvollzügen neue Lösungsräume braucht und nicht einfach durch digitale Tools gelöst werden kann. Steffi berichtet vom Einsatz von Purpose to Practice und dem Nine Whys, um komplexe Auftragsklärungen im KI Lab gemeinsam mit Stakeholdern durchzuführen.
- Tipps für Facilitator:innen: Warum eine gute Auftragsklärung mindestens 50% des Erfolgs ausmacht, wie man auf digitalen Whiteboards wie Conceptboard den Zeitplan steuert und warum man als "Raumhalter:in" mutig bleiben und auch Kritik aushalten muss, wenn das rigide System nicht sofort mitzieht.
In dieser Folge geht es um Liberating Structures als Werkzeugkasten für lebendige Workshops, klare Auftragsklärung und wirksame Zusammenarbeit. Im Fokus stehen Formate, die sich in der Praxis bewährt haben, sowie Ressourcen für den Einstieg und die Vertiefung.
Zu den Favoriten gehören Troika Consulting und Shift & Share. Für den Einstieg eignen sich besonders 1-2-4-All und Impromptu Networking. Für Strategie und Auftragsklärung werden Nine Whys und Purpose to Practice genannt.
Weitere angewandte Methoden sind 15% Solutions, TRIZ, Ecocycle Planning sowie weitere Formate für größere Gruppen und Führungskontexte. Ergänzt wird die Folge durch Buchempfehlungen und einen Blick auf digitale Werkzeuge für die Workshop-Planung.
Linkliste
Liberating Structures: https://www.liberatingstructures.com
Troika Consulting: https://www.liberatingstructures.com/troika-consulting
Shift & Share: https://www.liberatingstructures.com/shift-and-share
Impromptu Networking: https://liberatingstructures.de/liberating-structures-menue/impromptu-networking/
Nine Whys: https://liberatingstructures.de/liberating-structures-menue/nine-whys/
Die 33 Liberating Structures: https://www.liberating-structures-buch.de/die-33-liberating-structures
Daniel Steinhöfer, Liberating Structures: https://www.sack.de/steinhoefer-liberating-structures/9783800659296
Einfach.Zusammen.Arbeiten: https://einfachzusammenarbeiten.de
Conceptboard Trainings und Events: https://conceptboard.com/de/trainings-und-events/
Transkript anzeigen
00:00:23:
00:00:23: Du hörst den Praxis Podcast zu Liberty Structures.
00:00:25: Liberty Structure sind Methoden zur kollaborativen und ergebnisorientierten Zusammenarbeit.
00:00:30: Ich bin Christian und interviewe die Anwenderinnen und Anwänder der Liberty Structures Community.
00:00:36: Die Kraft von Liberty Structured erlebst du, wenn du sie anwendest Und um dich hierfür zu inspirieren gibt es diesen Podcast.
00:00:42: Heute spreche ich mit Stefanie Müller.
00:00:44: Hallo Stefanie schön dass du da bist.
00:00:46: Hallo Christian, ich grüße Dich.
00:00:48: Magst du dich einmal für unsere Hörer in den Vorstellern?
00:00:51: Wer bist Du, was machst Du gerade.
00:00:53: Wo kommst Du her?
00:00:54: Also ich bin Steffi.
00:00:56: Ich glaube Steffan hier hat sagen die meine Eltern zu mir und das nur ein Ausnahmefilm.
00:01:00: Ich bin gebürtige Leipzigerin, wohne auch hier wieder zum Glück seit Reihen Und beruflich bin ich im Bereich der Organisationsentwicklung Systemischer und Agilor Coach Facilitator Interim Sin und wieder Scrum Mastern letzten Jahren auch gewesen.
00:01:19: Genau, ich darf das.
00:01:21: zum einen im KI Lab oder also kurz vom KI Lab langen Form ist Anwendungslabor für künstliche Intelligenz & Big Data.
00:01:30: Das ist am Umweltressort angesiedelt Also klassischer öffentlicher Dienst aber so ein explorativer Klecks sag' ich immer.
00:01:37: Und zum anderen mache ich das mit einer Freundin.
00:01:41: Da haben wir noch eine Firma, Zwölfgrad Coaching wo wir diese Themen auch in der Nebentätigkeit sozusagen machen, kreative Workshops etc.
00:01:50: Genau und du warst lange Zeit Soldatin.
00:01:53: hast Du mir Ihnen noch erzählt?
00:01:55: Und bist Reservistin und auch dort kommen manchmal noch Workshobs um die Ecke
00:02:00: Genau, also ich war relativ lange Zeitsoldat.
00:02:03: Ich habe dann auch schon wieder vor sehr vielen Jahren die Bundeswehr verlassen und man scheidet ja dann aus.
00:02:09: Und bin in näherer Jahre schon reservistisch.
00:02:11: Das heißt, ich kann immer mal wieder die Uniform anziehen, bin dann wirklich mit allen Rechten- und Pflichten Soldaten und bringe dann aber meine Expertise, die ich so den letzten Jahr aufgebaut habe, meine zivile Expertise ins Militär.
00:02:25: In den letzten Jahren bin ich dabei der Marine Und darf dann da hin und wieder auch so Workshops im Bereich Agilität, Agilit-Schulungen.
00:02:37: Also was heißt eigentlich Agiles Arbeiten?
00:02:40: Ist das was für uns beim Militär und auch viel Deliberating Structures einsetzen beziehungsweise habt ihr es aktiv gemacht?
00:02:48: Wenn erzählst du doch gerne nochmal wie bist Du in den LS gekommen Was war Dein erster Bewegungspunkt und wie quasi hast Du Dich denn in die Praxis hinein gefuchst.
00:03:00: Ich habe im Vorfeld echt überlegt, was war mein erster Berührungspunkt?
00:03:04: und tatsächlich meine Freundin die auch heute noch bei der Marine ist mit der ich relativ lange da als ich Reservistin war zusammengearbeitet hab hatte das Buch von Daniel Steinhüffer am Regal stehen und wir haben das glaube ich relativ lang nicht angeguckt weil man hat ja in dem Metier immer sehr viele tolle Fachbücher die man sich besorgt und entstehen die da und man schafft nicht die zu lesen, ich weiß nicht ob es dir auch so geht.
00:03:26: Und dann hatte sie irgendwann das mal rausgezogen und gesagt, guck mal rein.
00:03:29: Und sie wusste ich bin so jemanden zu einem Dieb.
00:03:30: da war.
00:03:31: Ich lese was und innerhalb von einer Nacht lese ich es durch verarbeitet, dass er will das dann sofort machen.
00:03:37: Dann hat sich das Buch mir angeguckt und gesagt Da sollten wir machen Das ist mega!
00:03:41: Und das beantwortet viele Probleme die wir haben wo wir mit Methoden nicht weiterkommen.
00:03:46: Und dann kam eins zum anderen, ich hatte gesagt Komm lass uns bei Daniel einen So ein Vormittagsworkshop, dann hatte ich da virtuelle Vormitagsworkshops und dann war ich nach dem ersten total angefix sozusagen und habe gesagt das muss ich machen.
00:04:02: Und dann war das aber so eine Zeit, da bin ich von der Marine zum KI-Leb gewechselt und hab mein Arbeitgeber überzeugt dass das ein absoluter Mehrwert wäre mir doch mich dazu unterstützen und dann habe ich überall ein Jahr jedes Modul bei Daniel belegt.
00:04:18: Also ich war dann wirklich aller zwei Monate gefühlt, immer in Hamburg mal oder virtuell und hat mir eigentlich fast den gesamten Kanon bei ihnen also da mich durchgewühlt auch mit der ein oder anderen Träne.
00:04:32: Also gerade Wicked Question habe ich am Anfang echt herausgefordert oder ich weiß gar nicht was noch Improved Prototyping.
00:04:39: obwohl ich selber als Kind- und Jugendliche Theater gespielt hab, hat mich das auch irgendwie mit Fragezeichen zurückgelassen.
00:04:46: Genau und dann habe ich parallel aber, weil ich gemerkt hab die Liberating Structures musst du einfach anwenden.
00:04:54: Also so wie ihr im Podcast ja propagiert, Du musst es tun!
00:04:58: Und da hatte ich das Glück im KI-Lab mit meinen KollegInnen also sehr angetahne Versuchskaninchen.
00:05:06: Ich habe dann einfach alle möglichen Formate, die ich eh schon auf der Pfanne hatte immer versucht mit Liberation Structures anzureichen.
00:05:13: Wo ging?
00:05:14: Und das war so ein bisschen, wie ich dann wirklich mittlerweile das Teil meiner Arbeitsdiener geworden ist, würde ich sagen.
00:05:22: Du hast gesagt als du das Buch hervorgeholt habt und jetzt mal reingeschaut habt, da waren Dinge die Probleme gelöst haben, die ihr bisher hattet?
00:05:33: Weißt du noch welche das waren?
00:05:36: Also... Ich würde sagen, das war ein einmal dieses Thema.
00:05:41: Ich habe mich viel vorher mit Komplexitätstheorie, systemischer Theorie beschäftigt.
00:05:47: Fand es alles sehr faszinierend!
00:05:48: Ich habe auch eine relativ lange systemische Coach-Ausbildung gemacht und habe aber gemerkt, dass diese Setting oft – obwohl ich auch in Team- und Gruppencoachausbildungen gemacht habe – also alles Mögliche, dass viele dieser Setting Leute Explorativen Räume oder Reflexion zu bringen, wenn das nicht so ein klassisches Klient Einzelsetting ist wo die Leute eh schon aktiv zu dir kommen und sagen ich würde gerne mal ein Problem.
00:06:16: Ich habe einen Entscheidungsproblem, Zielkonflikt was auch immer dass das in Gruppen oder in den meisten Systemen gerade im öffentlichen Dienst nicht funktioniert.
00:06:25: also ich hab die Leute da nicht hinbekommen.
00:06:28: Und dieses Thema Struktur.
00:06:31: Also ich bin auch ein Typ Ich habe gerne Struktur an vielen Stellen, nicht an allen aber an vielen.
00:06:36: Und unser Gehirn... Also ich sage immer die LS sind sehr gehörnfreundlich weil sie ja eigentlich sehr kleine klare also meistens kleine Interaktionsformate bieten.
00:06:47: und ich fand halt dieses Intro im Buch ganz... Das hat mich abgeholt.
00:06:51: bei Henry und Kiefs sind ja los und haben eigentlich geguckt was gibt's da draußen?
00:06:55: Und haben das so in so einen Baukasten gegossen, auch wenn diese Werkzeugmetapher immer ein bisschen ausgenuddelt ist.
00:07:01: Aber im Prinzip war das so okay.
00:07:04: es vereint ganz viele Dinge die ich auch hatte und nicht so richtig manchmal wusste wie bringe ich das in die Anwendung auf so einem kleinen umsetzbaren Niveau?
00:07:14: Und dann diese Idee dieser Strings also dass sich mehr Workshops daraus baue Und all das Wissen, was du hier eh schon hast.
00:07:20: Wenn du H.I.-Coach bist, wenn du irgendein anderes Framework schon hast oder damit gearbeitet hast... Das ist alles kann das weiter existieren, sondern du reichert es nur mit LS an und gibst dem Ganzen eine Struktur.
00:07:34: Was ich super fand, also es reduziert auch einfach diese kognitiven Überlastung.
00:07:37: Also ich werde ganz oft für Strategie-Workshops angefragt und merke die Leute sind einfach so ein bisschen überwältigt von allem!
00:07:44: Und ich versuche den dann immer zu zeigen mit diesem Liberating Structure.
00:07:47: Das ist einfach, das ist kein Allheilmittel sondern es sind Einladungen einfach mal zu gucken wie kriegen wir jetzt diesen Wuss dieses Chaos sortiert?
00:07:56: und es gibt manche LS wo ich sagen würde okay die fordern das ist ein anderes Niveau das auch gut weil's ein komplexeres Problem bearbeitet wie we get questions integrated autonomy da muss man sich so ein bisschen als Tint hast du brauchst ein Purpose um da überhaupt das zu machen.
00:08:14: Und dieses Thema, das war der zweite, diese zweite Komponente.
00:08:19: Ich habe immer wieder in Workshop-Formaten oder so Training interaktive Workshopsessions, wo es um dieses Thema erfolgreiche Teamarbeit also die Google Studie, Project Aristoteles oder so heißt das ja was diese Erfolgsfaktoren sind.
00:08:34: und da ist ja Platz eins Psychologische Sicherheit.
00:08:36: und dann erzählst du dass den Leuten sagen klar genau das ist es.
00:08:41: und dann wie mache ich das jetzt?
00:08:43: Also, wie schaffe ich denn im Team Psychologische Sicherheit ohne jedes Mal in jedem Meeting mit allem jetzt erst mal GFK üben zu müssen?
00:08:51: Oder Gewaltfreie Kommunikation.
00:08:53: Und da fand die Liberating Structures ein richtig niedrig-schwelliges Angebot und konkretes Hilfsmittel umzusagen.
00:09:03: das sind Methoden um psychologische Sicherheit in den unterschiedlichsten Facetten zu ermöglichen.
00:09:09: Das waren eigentlich so diese zwei Sachen, die ich das Gefühl hatte.
00:09:13: Genau das ist das was ich gesucht habe.
00:09:15: Ja und du hast ja auch gesagt dass du große komplexe Fragestellungen herunterbrechen kannst durch einen String?
00:09:21: Habt ihr das richtig verstanden?
00:09:23: Genau.
00:09:23: also ich sage immer am Ende des Tages Du kommst in Workshop mit viel Arbeit rein.
00:09:30: Du hast im Vorfeld schon viel Arbeit reingesteckt.
00:09:32: Der Workshop selber ist richtig, viel Arbeit anstrengend, kostet Ressourcen und dann putzelt noch mal viel Arbeit raus.
00:09:38: Aber du hast zumindest das Gefühl, dass du diesen roten Faden... Also dass du praktisch, ich sage immer stell dir vor wie so eine Wäscheklammer wo ihr das aufhängt Und man hat zumindest was wo man weiter arbeiten kann.
00:09:52: Das finde ich bei Liberating Structures Ich mache es jetzt standardmäßig glaube ich also ein Gänsefüßchen.
00:10:00: Ich glaube, ich habe jetzt schon... Also es ist eine Handvoll oder sogar mehr Strategie-Workshops damit mit dem Purpose to Practice.
00:10:08: Und wenn man den einmal so ein bisschen dieses Grundkonzept von den Purpose To Practice verstanden hat kann man den auf jedes Projekt anwenden und damit kann man sich gefühlt jedes Problem eigentlich zumindest erstmal verstehen.
00:10:26: also das geht ja gar nicht ums Lösen.
00:10:29: Versuchen wir die Leute weg von diesem Lösungsmodus zu bringen.
00:10:32: Und dass wir automatisch schnell reingehen, vor allem beim Militär dieses Problem okay was machen wir fertig?
00:10:38: Wir haben noch gar nicht verstanden warum das eigentlich ein Problem ist.
00:10:41: oder das Problem hinter dem Problem.
00:10:43: und die Liberating Structures sind halt die perfekte Einladung gerade wenn du nur nine wise machst erstmal zu verstehen worum geht es ja eigentlich und was wollen wir eigentlich bearbeiten?
00:10:55: Ich persönlich finde immer, das ist die halbe Miete wenn du dich mit komplexen Fragestellungen beschäftigst.
00:11:00: Erst mal zu verstehen was ist das Problem?
00:11:02: Was hat es mit mir zu tun also mit mir als Einzelpersonen und mit dem jeweiligen System in der nächsten größeren Ebene?
00:11:12: und dann darüber hinaus Das Einzige, woran ich mich noch nicht dran getraut habe und das hat Daniel glaube ich zweimal in der Ausbildung angeteasert.
00:11:21: Einmal mit Erik also seinen Kollegen damals bei Holistikon Und nochmal an anderer Stelle ist Panarchy.
00:11:26: Ich hab mich da versucht mal zu beschäftigen Auch hier wieder da fehlen mir Bilder.
00:11:32: Ich glaub irgendwann muss sich mir das mal bei Daniel angucken wo er das woanders macht.
00:11:35: Also es wäre so ein Traum, so einen Wunsch.
00:11:37: Mal Aber mal gucken ob das wirklichkeit wird.
00:11:42: Das Panarchy, so wie ich es verstanden habe, wäre für viele im öffentlichen Dienst oder auch viel größere Organisation auf dieser Topmanagement-Level.
00:11:51: Also wo muss man mit Unternehmenssprech sozusagen also auf dieser Ebene?
00:11:56: Ich glaube das würde vielen super helfen aber ich hab's mir noch nicht getraut zu induzieren oder zu benutzen.
00:12:05: Es gibt ja eine Folge bei uns auch mit BodyCop glaub' ich, Panarchy Damals noch an der Ebers aufgenommen, die habe ich mir auch schon angehört.
00:12:13: Es ist aber wirklich eine der Structures.
00:12:17: da muss man schon mit einer Organisation ernsthaft arbeiten dass sie das auch wollen weil man natürlich irgendwie diese Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Ebenen darstellt.
00:12:26: und dann passieren natürlich auch Dinge und wir wissen es ja selber in Organisationen viele ebenden Arbeiten ja gar nicht mit den anderen und kennen ja gar nichts, was die eben anrichten.
00:12:37: Weil wir halt immer noch das teleristische Silo-System dahinter haben.
00:12:41: Man hat die Motto nach BD Sinflut um eine Abteilung abgeteilt.
00:12:44: Und dementsprechend dein Problem ist nicht mein Problem auf der gesamten Ebene, es ist aber ein Gesamtproblem.
00:12:50: Das macht's deutlich!
00:12:51: Dann brechen klassische Muster zusammen und das gefällt vielen Unternehmen nicht.
00:13:00: Und viele Leute, die hier drin arbeiten nicht.
00:13:03: Anschlussfrage?
00:13:06: Hast du einen Unterschied oder hast... Wenn du jetzt nochmal auf deiner Zeit die Workshops in der Marine zurückguckst, gab es da so Dinge, die gut funktioniert haben und Dinge, wie auch gar nicht funktioniert haben?
00:13:20: Das ist nicht relevant für uns das zu besprechen und diese Structure reden wir ja nicht mehr an.
00:13:27: Also was sehr gut finde ich funktioniert hat.
00:13:31: Es gibt, meine Freundin hat in einer Marine ein sogenanntes female leadership Programm entwickelt.
00:13:39: Könnte man jetzt auch eine lange Geschichte erzählen mache ich jetzt nicht aber sehr wertvolles Programm wo es darum geht Frauen in Führungsposition und das wird wahrscheinlich nicht nur Frauen innerhalb der Marine betreffen sondern oder auch nicht innerhalb der Bundeswehr sondern vielen Stellen dass du oft noch dieses Phänomen und deshalb In meinen ganzen Jahren beim Militär gemerkt, Frauen sollen bitte in dieses männliche Code das übernehmen und männlich führen.
00:14:05: Und sie werden gar nicht gefragt wie möchtest du eigentlich als Frau führen?
00:14:08: oder gehen wir jetzt mal darüber hinaus als queere Persönlichkeit?
00:14:13: Also was heißt es denn wenn ich führe also ich als ganze Person und diese Leute in diesen Fragen diesen Reflektionsraum zu bringen?
00:14:22: das passiert ja nicht.
00:14:24: Das war die Intention für das Programm.
00:14:26: Und im Vorfeld haben wir uns natürlich auch viel ausgetauscht, was sind so mögliche Methoden?
00:14:30: und ich habe gesagt treu-ka!
00:14:32: Ich weiß jetzt nicht ob sie da drauf gekommen ist oder ich?
00:14:34: Keine Ahnung, es ist auch wurscht... Aber das Treu-Ka, das ist so ein Standard um dann praktisch die Frauen, die in dem Programm sind und zu den Workshops kommen machen regelmäßig treu'ka.
00:14:45: Ich weiß beim ersten Durchgang wo ich noch sehr oft dabei war, da hat's sehr gut funktioniert.
00:14:50: Es ist am Anfang Menschen, die es noch nie gemacht haben.
00:14:53: Extrem ungewohnt.
00:14:54: dieses Umdrehen dieses nur zuhören und nicht senden können das ist per se für allen Dingen für Führungspersönlichkeiten im Militär sehr schwierig weiß ich weil sie immer so ein was zu sagen haben.
00:15:09: aber manchmal passiert ja mehr wenn ich einfach mal wirklich zuhöre echtes Zuhören und das finde ich eine sehr wirksame Methode.
00:15:17: Und ich habe die Letzten auch wieder auf eine Führungskräfteveranstaltung bei mir hier im Umweltressort benutzt und eingesetzt.
00:15:26: Und auch erst wird diese Irritation gehabt, dann als Feedback.
00:15:30: danach habe ich einen WWW gemacht und gefragt was ist denn noch so passiert?
00:15:36: Was macht er jetzt daraus
00:15:36: usw.?
00:15:38: Dann kam auch zurück also dieses Treuker... Also erst ganz komisch und dann super.
00:15:45: Das muss ich jetzt bei mir auch machen, viel besser als die normale kollegiale Fallberatung, die ich überhaupt nicht mehr gerne mag weil die Leute sich hinsetzen mit ihre Cafetas und dann halt anfangen zu seiern.
00:15:56: Und in dieses... Ich lass mich jetzt fallen aber nicht in dieses.
00:16:01: okay du möchtest doch jetzt kollegial beraten werden.
00:16:04: wie wollen wir das denn machen wenn du die ganze Zeit in diesem Problemraum bleibst?
00:16:08: Und mehr Treuker funktionierte gut, Bronto vor all und Im Prompto ist sowieso Standard bei allen Workshops.
00:16:16: Weil das Sachen sind die gehen, die tun nicht weh, die sind erst mal komisch.
00:16:19: aber die Leute machen mit und darüber hinaus.
00:16:24: ich habe... Das Tris in einem Kameraden, also man sagt ja bei der Bundeswehr kameradlich Kollege.
00:16:32: Der hatte mich gefragt, er suchte nach einer Methode für jemanden, der angefragt hat vom Workshop und ich empfohlen ihm dann das Tris.
00:16:39: Und da meinte er okay dass ist ja ganz verrückt mit dieser Kopfstandmethode und ich so probiere mal aus.
00:16:47: Und das sind aber Sachen wo ich immer sage muss wir Workshops und auch LS sind ja wie ein Schnipsgummi oder wie so fürs Wegglas hier so Gummi Und du dienst den manchmal auf und manchmal reißt er.
00:17:00: Ich hab auch in meinem System, ich weiß gar nicht ob ich das bei der Bundeswehr mal probiert habe... ...ich kann es dir gar nicht sagen, weil ich weiß einmal mit Spirit Journaling da kannst du Leute auch verlieren, obwohl ich das super gerne mache.
00:17:11: Aber die denken am Anfang erst mal okay jetzt ist sie ganz oft der Esu-Schiene abgerutscht wenn ich sage jetzt mit dem Stift bitte mal diesen Kreis malen oder diese Schnecke.
00:17:20: Genau ich glaube ich hab's deswegen im Umweltsressort mit den Leuten gemacht Und habe dann entschieden in der Bundeswehr, werde ich das gar nicht probieren.
00:17:29: Weil dass die Leute diesen Schnipsgummi reißt und das ist ja immer so auch manchmal eine situative Geschichte.
00:17:38: welche LS könnte jetzt hier funktionieren?
00:17:41: Und das mache ich tatsächlich ein bisschen auch nach Bauchgefühl.
00:17:46: Bin ich da alleine zu zwei, zu dritt?
00:17:48: Also ich mach ja Workshops so Glück nicht nur alleine.
00:17:51: und es ist tatsächlich so dass du kannst den Leuten die Celebrating Structures musst du im militärischen Kontext viel stärker induzieren also sagen wo der sehr kommt.
00:18:01: So würde ich das machen um den Leuten so ein bisschen zu zeigen Das is kein Hokus Pokus.
00:18:06: Das ist tatsächlich sogar auch zum Teil wissenschaftlich wirklich fundiert.
00:18:10: Und trotzdem sind die Leute diese Formate, sie sind ja so krass an diese Mikrostrukturen.
00:18:16: Statusrunde Präsentationen Befehl und Gehorsam gewöhnt!
00:18:21: Ich kann da wiederum auch verstehen dass ihr aus diesem Raum wenn du dann nie rausgehst und dann auf einmal kriegst kriegst du so fett so ein Strahler ins Gesicht, dass das natürlich Leute stresst und Leute nicht unbedingt eine produktive Arbeitszeit umbringt.
00:18:36: Insofern glaube ich viele Liberating Structures, die auch meiner Freundin bei der Marine empfehle sagt hey ich hab letztens weiß ich nicht... Das Cabaran Consulting ist zum Beispiel einer meiner liebsten LS.
00:18:47: Ich habe sie bei mir allerdings umtaufen müssen in den Expedition Consulting.
00:18:51: Ich muss das noch irgendwann mit Daniel besprechen.
00:18:56: Da sagt sie, oh das ist viel zu... Nee da verlieh ich die.
00:19:00: Da verliehe ich diese Herren.
00:19:02: Das sind ja meistens Männer tatsächlich beim Militär?
00:19:05: Genau.
00:19:07: Aber du habt trotzdem diese Schere im Kopf.
00:19:10: nach dem Wortes Spiral Journaling mache ich gar nicht weil das ist denen so eh so.
00:19:15: Obwohl man es eventuell induzieren könnte und sagen, dass vorher als Konstellationsübung, Achtsamkeitsübung auch Ich brauche ja eine gewisse mentale Resilienz, wenn ich mal auf dem Schlachtfeld eingesetzt werden sollte.
00:19:34: Definitiv!
00:19:35: Also ich bin auch der Meinung es gibt mit Sicherheit... ich meine die Mariner das sind vierzehntausend Menschen und in der Bundeswehr im gesamten Geschäftsbereich das sind... ich glaube kann die aktuellen Zahlen aber ich glaube so ne halbe Million Menschen sind das zivil angestellte wie Militär und ich bin mir ziemlich sicher dass ist auch einige oder vielleicht sogar eine größere Gruppe an Menschen gibt, die sagen das finde ich spannend.
00:19:57: Das würde ich gerne machen aber ich habe nicht sozusagen die Streitkraft zu sagen hey oder vielleicht ergibt sich dass ich bin ja immer so ein Fan von Graswurzelbewegung und versuche halt an jeder Stelle wo geht die Liberating Structures auch knallhart wirklich als Botschafterin oder fast werblich schon zu sagen ist wirklich mega müsste ausprobieren.
00:20:23: Aber ente des Tages ist aber auch meine Erwartungshaltung einfach die.
00:20:26: Ich bin doch schon froh, wenn sie want to for all machen oder www also und das ist doch schon ganz viel.
00:20:33: Und wenn Sie das mitnehmen und wenn Sie es im Alltag tatsächlich für eine Lagebesprechungen benutzen?
00:20:38: Das kann man nicht sagen.
00:20:40: und das Gleiche ist ja auch in meinem System im KI Lab bzw.
00:20:43: im Umweltressort.
00:20:44: ich bin dann einfach immer froh wenn ich irgendwo mitbekomme und das bekommst du ja als Coach bist dir immer meistens irgendwo Gast Du kriegst das gar nicht mit.
00:20:52: Und wenn ich manchmal irgendwo wiederkomme oder dann mal so zufällig höre, ja wir machen jetzt immer nur fünfzehn Prozent.
00:20:59: Also bei uns ist jetzt alles mit fünfzehnt Prozent oder Wir machen jetzt one-two for all und die machen das von sich aus ohne dass da ein Coach steht.
00:21:06: Dann sage ich mir immer Da ist doch eigentlich mein Wunsch erfüllt den Ich hatte.
00:21:10: also der mehr kann ich doch gar nicht wollen.
00:21:12: Das denke ich, dass das bei der Bundeswehr einfach Bisschen das System Einfach ein bisschen anders funktioniert vielleicht länger braucht weiß ich nicht.
00:21:26: Für viele in diesem System habe ich schon mitbekommen, was fremd ist, ist dann oft schnell so isoterisch.
00:21:33: Es ist schade und ich hab auch Phasen gehabt wo ich gesagt habe das ist jetzt einfach für mich stressmäßig gar nicht aushaltbar.
00:21:41: aber am Ende des Tages muss man auch verständnis für dieses System einfach aufbringen und auch für diesen öffentlichen Dienst wo ich mich bewege.
00:21:47: Ja, ja klar.
00:21:48: Die Frage ob man als Systembrecher da reingeht oder als vorsichtiger Impulsgeberin oder ob man sagt das hier ist ein Job die mache ich und dann hinterher werde ich weg und komme dir wieder.
00:21:59: aber du hast ja eine Tradition dort halt durch dass ihr das so reservistin bist und ihr das auch dann regelmäßig bei der marine macht.
00:22:06: wie ich verstanden sieht man ja vielleicht im laufe der zeit auch gewisse Veränderungen und dann ist eigentlich ganz egal erfreut man sich halt wenn die leute sagen machen wir jetzt regelmäßig Wechseln wir einmal rüber.
00:22:18: jetzt zu dem öffentlichen Dienst, der anderen Form von öffentlichem Dienst.
00:22:25: Da habe ich so ein bisschen gehört, da hast du eine Gruppe von Leuten die auf jeden Fall mehr verschiedene Structures machen wollen und auch können.
00:22:35: Das hab' ich das richtig in Erinnerung.
00:22:37: Genau!
00:22:38: Also ich sag mal, ich hab den großartigsten und gleichzeitig stressigsten Job.
00:22:44: Ich arbeite nicht aufm Bau Bei der Hitze muss ich auch nicht draußen stehen, das ist eine andere Kategorie sagen wir so.
00:22:52: Aber den schönsten Job war ich da wirklich sehr maximal explorativ im KI Lab unterwegs sein.
00:23:00: Ursprünglich war es mal gedacht dass Und das haben wir auch hin und wieder probiert, so dass ich als Grammaster unterwegs bin.
00:23:06: Aber das Framework funktioniert in der Konstellation, in der wir unterwegs sind gerade mit sehr kleinen Teams.
00:23:12: Kannst du dieses Framework die Rollen einfach nicht halten?
00:23:15: Dann habe ich irgendwann gesagt ja dann machen wir halt einfach nur mit Agilien-Methoden oder Agile Praktiken.
00:23:20: Das ist doch vollkommen fein!
00:23:25: In dieser Rolle hab' ich halt... Als ich die Liberating Structures mitgebracht hab', war er relativ schnell am Anfang Menschen gefunden sozusagen, ich habe da zwei Kolleginnen mit denen ich sehr eng zusammen arbeite und auch sehr oft Workshops mache.
00:23:39: Da geht es in diese Richtung nutzenden zentriertes Design von Anwendungen überhaupt dieses Thema des Designs also der Prozessbegleitung das liegt ja sehr eng beieinander im öffentlichen Dienst und bei den Anwendung.
00:23:54: Und da hab' ich gemerkt dass resoniert bei den Kollegen die eine kommt aus dem Design.
00:24:00: Ich habe auch vor Jahren mal im RAF und LEGO Series Play dann auch Design Finking gemacht usw.
00:24:06: Und war da immer so richtig, ja ist nicht schlecht aber es noch nicht so hundert Prozent meins.
00:24:12: Die andere Kollegin ist bei uns als Product Ownerin unterwegs und jeder hat zu oft ihre Spielwiese denn einfach... ich hab dann sozusagen angefangen irgendwann zu sagen, dass Mensch für diese Auftrag, für diese Projecte so rum, wenn wir mit den Leuten aus einem Umwelteressort arbeiten, also Fachseiten für die wir Anwendungen entwickeln sollen.
00:24:36: Machst du ja klassisch habe ich dann immer gesagt, wir müssen eine Auftragsklärung machen.
00:24:39: das kann dich halt aus dem Coaching.
00:24:41: und dann guckten sie so okay.
00:24:44: und dann hab' ich einfach mal Krafteigner aber ganz so ein Workshop auf Basis eines Purposed Practice gemacht.
00:24:52: Und das hat so gut funktioniert.
00:24:54: Das wird dann ab.
00:24:55: da habe ich mit den KollegInnen, die das wollten für ihre Projekte immer so ein Auftrags-Klarungsworkshop gemacht.
00:25:00: Also nicht nur wir machen mal eine Stunde vorgespräch sondern wir machen einen ganzen Workshop daraus und alle wichtigen Stakeholder müssen schon da sein.
00:25:07: oder in dem Workshop kommt halt raus über Social Network Wrapping Hey!
00:25:11: Da gibt es Menschen mit denen wir sprechen müssen.
00:25:13: Und dann hab' ich ja einmal fünfzehn Prozentlösungen für diese jeweilige Gruppe.
00:25:16: Was macht ihr jetzt mit den?
00:25:18: Fünfzehn prozentige Lösungen?
00:25:19: Wie geht der jetzt auf die zu
00:25:20: usw.?
00:25:22: Und das war so das erste, glaube ich.
00:25:25: Wo wir so groß angelegt LS ausprobiert haben und dann hat sich die eine Kollegin auch entschieden bei Daniel diese... Da gab es mal... Ich weiß nicht, ob er das noch macht.
00:25:36: Scrum mit Liberating Structures Verkrassen hat das genannt.
00:25:40: Das hat sie besucht und war auch mega begeistert.
00:25:44: Und am Ende, ob du jetzt mit Scrum arbeitest oder einfach nur Agile Meeting Formate oder was anderes machst.
00:25:50: Für Retrospect Team, für Revios sind die LS super vielseitig anwendbar und im Team selber... Krieg ich gar nicht immer.
00:26:00: Wir waren mal über dreißig, jetzt sind so zwanzig Leute kriege ich gar nichts von allen mit wer was wie macht.
00:26:05: aber ich weiß dass die ein oder andere das eine oder andere want to for all und auch die fünfzehn prozent diese standart bei vielen.
00:26:13: deswegen meinte ich das geht halt immer relativ gut genau.
00:26:18: und jetzt überlege ich gerade und wir haben ja schon paar mal wie gesagt dieses steiniertes caravan consulting Jetzt schon zweimal an Team-Tagen gemacht, weil das ein ziemlich gutes Format ist.
00:26:28: Wenn du halt viel in Projekten arbeitest und die Leute gar nicht mitkriegen was macht das Projekt?
00:26:32: Und dann war ja dieser Twist dass du einmal einen Shift in Share machst und in der jeweiligen Station da nochmal eine Treuker gewissermaßen also nicht ganz so ne abgespekte Treukerklau... Also hab ich's mal verstanden!
00:26:45: Die Leute sich ja umdrehen die gerade ihr Projekt gepitched haben und das funktioniert auch ziemlich gut.
00:26:54: Und mittlerweile ist es so, dass ich halt in den... Also außerhalb unseres KI-Labs werde ich halt von anderen Leuten auch mal so angefragt für andere Workshops.
00:27:05: Und da habe ich gemerkt ... also wir haben dann immer natürlich auf dem Wideboard oder auf diesem Moderationspapier die Sachen gemacht.
00:27:11: Also gerade ein Echo Cycle und so.
00:27:14: Und irgendwann gemerkt Dieses Jahr hatte ich dann die Idee, wir machen Poster daraus.
00:27:19: So Anulposter, wo wir noch mal die Schritte an die Seite schreiben und einen riesigen Ecosycle draufmachen, dass sich die Leute aus damit arbeiten können.
00:27:27: Dann habe ich mit meiner Kollegin, die Designerin, also ich mache das in Canva immer so grob und sie macht es richtig hübsch und professionell in Illustrator oder genau illustrator Und die Poster haben wir jetzt auch schon zwei-drei Mal eingesetzt können die Leute damit auch weiterarbeiten und das kommt auch sehr gut an.
00:27:48: Da habe ich klassisch wirklich einfach die Structures kopiert, und dass eine Poster... Ich hab's jetzt Purpose-Kanva getauft.
00:27:54: Das ist so meine Eigenkreation.
00:27:56: Da hab' ich die Humusleiter von Johannes auf die eine Seite und dann selbst Bereiche eingerichtet – ich will dazu nochmal einen LinkedIn-Post machen wo dann so die Leute ihre Purpose Statement sammeln können in der Gruppe Und dann einen Purpose Date, den wir daraus kreieren können und das so als ein Poster, wo man das so ein bisschen übersichtlich zusammen hat.
00:28:18: Weil wir halt mit diesem Purpose bzw.
00:28:21: mit dem Nein-Wise eigentlich gefühlt jedes Projekt beginnen.
00:28:26: Und da auch immer wieder die Leute wirklich so ein bissel näher.
00:28:28: Wir müssen erst mal über den Purpose reden.
00:28:31: Was ja auch schön ist dass die Leute diese Möglichkeit haben und nicht in einer Organisation sein, wo einfach gesagt wird dieses Projekt, dass du wieder damit fertig wirst... Und überhaupt niemanden befragen kann es darüber, was ist denn der Purpose hier?
00:28:44: Warum machen wir das?
00:28:45: Das erlebe ich ja teilweise auch noch in der Welt da draußen.
00:28:50: Ja also jetzt muss man dazu sagen, dass es tatsächlich... Also wir sind da als KI-Lab und wir machen diese Projekte.
00:28:58: Und das ist halt in denen wo praktisch Kolleginnen mich fragen ob ich unterstützen kann.
00:29:03: Da machen wird das!
00:29:04: In all den anderen Projekten wird es oder weiß ich mit Kriege passiert das auch nicht.
00:29:15: Ich hoffe immer, dass sich einfach mehr Leute auch im öffentlichen Dienst finden, die in diesem überhaupt erst mal zu sagen ich bin Facilitäter.
00:29:22: Also ich habe ein Dienst auf, so weiß das steht tatsächlich Facilitäter drauf und es ist auch ganz verrückt!
00:29:27: Und dass mehr Leute dann auch einfach sagen Das kann nicht richtig gut und das ist meine Dienstleistung zu sagen, ich unterstütze Kolleginnen dabei Diese Probleme zu lösen.
00:29:39: Also ich selber mache fachlich jetzt gar nicht so viel, sondern ich halte diese Prozesse.
00:29:45: Ich bin Prozessbegleiter.
00:29:47: oder wenn man sagt, ich möchte das in Teil meiner Arbeitszeit machen.
00:29:51: Da tut sich glaube ich im öffentlichen Dienst was also ich bin auch in vielen Communities of Practice.
00:29:56: da sind die Liberating Structures aber noch nicht so breit angekommen glaub ich.
00:30:02: Es gibt ein paar Leute, die das machen auch so in diesem Next-Verein Aber flächendeckend ist das noch nicht.
00:30:12: Und die machen wirklich Projekte.
00:30:13: und das Klassische, was passiert?
00:30:17: Es wird sozusagen ein klassischen Projekt über einen Zaun geworfen.
00:30:19: jetzt macht mal oder im öffentlichen Dienst ist ja so es kommt ein Gesetz an dem gesetz hat meistens keiner mitgeschrieben Dann muss dieses vollzogen werden das heißt dass es ankriegt zu den Vollzug ob das nur auf Bund Land oder Kommune ist und dann heißt es geht mal zu und oft ist es sowas.
00:30:36: Also sowohl die Bürgerinnen sagen ja, es ist zu viel Bürokratie und auch im Amt sagen sie.
00:30:42: Es ist viel zuviel.
00:30:44: Und was ich merke ist wir leben hier nur mal in einer Welt, die sehr komplexes und das war sich schon immer aber in der Schnelligkeit durch dieses Die Möglichkeit E-Mail zu schreiben.
00:30:55: Die KI ist es ja noch schneller geworden Dinge zu produzieren und auf Dinge reagieren zu müssen.
00:31:01: Ja und wir haben ja nun einfach auch eine letzten Jahrzehnten.
00:31:05: einfach wissen wir mehr über Umwelt.
00:31:08: Wir müssen halt auch Dinge mehr regulieren und das bedeutet im Umkehrschluss mehr Gesetzer, mehr Vollzüge.
00:31:14: Und wir haben uns noch nicht überlegt wie wollen wir mit dieser Komplexität die am Ende des Tages darum geht unsere Gesundheit zu schützen unserer Umwelt zu schützen also jetzt in dem Mediwurich bin und in anderen ist es aber ähnlich.
00:31:27: Wie wollen wir denn mit dieser Komplexität umgehen?
00:31:29: Wir können das halt nicht mehr klassisch über eine Gittermarpe lösen, die jemand von A nach B trägt und diesen Prozess auch in ein digitales Tool zu knallen.
00:31:37: Ist auch nicht die Lösung.
00:31:39: Das heißt, wir müssen einfach anfangen, Prozesse anders zu denken.
00:31:42: Und dafür braucht es finde ich sowas wie Liberating Structures wo du anfängst diese Themen auch da anders anzugehen.
00:31:48: so dass ist glaube ich einen Anfang.
00:31:51: aber das dauert
00:31:52: andere Lösungen finden.
00:31:53: Andere anderen Lösungsraum aufmachen teilweise auch, weil das Problem ist teilweise öfter mal, dass das Problem schon irgendwie schon sehr viel Lösungs quasi... Aufgrund einer Fehlkonzeption hat man das Problem und wenn man das Probleme neu betrachtet merkt man das Alkaca-Problem, wenn man es mal ein bisschen anders verortet Dann hat man nämlich die Lösung auch ganz leicht dabei.
00:32:24: Gibt es so schöne Anekdote aus dem Workshop, den ich letztes Jahr im Sommer auch bei über dreißig Grad gemacht habe?
00:32:29: Verstand dich dann mit Menschen auf Sachbararbeitung und Teamleitung?
00:32:35: Und da haben wir wirklich Mühe vor dem ganzen Tag zum Workshop Service Design Map gemacht um diese Prozesse abzubilden, diese Prozess erstmal visuell greifbar zu machen.
00:32:45: Ich werde nicht vergessen wie eine Sachbararbeiterin davor steht.
00:32:49: Jetzt, wo ich diesen Prozess visuell sehe finde ich ihn noch viel beschissener als er eh
00:32:52: schon ist.
00:32:53: Der gehört so wie er ist in die Mülltonne und da habe ich gesagt am Ende des Tages wird sie diesem Prozess.
00:32:58: wahrscheinlich hat sie nicht das Mandat diesen Prozess zu killen oder das abzuschaffen.
00:33:03: aber die Erkenntnis des Teams den seit Jahren keiner geholfen hat sich für ihre Probleme niemand wirklich im Amt interessiert hat und die aber immer wieder damit sich mit Excel abmühen und das abstürzt weil einfach der der hundertsten Schachtel, der die Excel schon gar nicht mehr in dem Ordner offenbar ist.
00:33:18: Weil es einfach das System also das IT-System überfordert, davorzustellen zu sagen dieser Prozess ist an sich mühlig und er gehört eigentlich so brauchst du ihn nicht.
00:33:29: Und da möchte ich eigentlich die Leute hinbringen als sie von sich aus sagen Das müssen wir ganz anders denken.
00:33:36: Und das finde ich immer so deswegen weil du vorhin gesagt hast Systemesprenger Ich will mal gar nicht das System sprengen auch wenn ich manchmal auch eine sehr unbequeme Art habe und auch überhaupt kein Problem damit hab.
00:33:47: Ich glaube, es braucht solche Menschen die kein Problem haben in diesen explorativen Räumen zu halten – also ich sage mal, ich bin so Raumhalter für euch – um die Leute da hinzuführen und das Lust draufzuhaben.
00:34:05: Insofern kann ich halt ganz gut!
00:34:08: So...insofern.
00:34:09: Das glaub' ich…das hört man noch raus.
00:34:13: Gibt mir nochmal für die Praxis deine wichtigste Dos bei der Vorbereitung und Durchführung bei so einem Workshop.
00:34:21: Worauf achtest du ganz besonders, wenn ein Workshop reinkommt?
00:34:27: Wie du ihn vorbereitet?
00:34:27: sind durchführungs- was ist denn so die Mastdos?
00:34:33: Auftragsklärung, Auftragsklärung!
00:34:35: Ich mache meistens in meiner Wundvorstellung wollte ich meine Auftragslährungen habe ich im Ausbildung gelernt, dreißig Minuten muss alles klar sein.
00:34:45: Mittlerweile ist es oft ein kurzes Vorgespräch, so zehn, fünfzehn Minuten auf dem Flur.
00:34:51: oder ich werde mal kurz angerufen und sage okay lasst uns eine Auftragskehrung machen.
00:34:57: Und dann sage ich dreißig Minuten.
00:34:58: nach dreizig Monaten muss mir zumindest klar sein worum geht's grob?
00:35:03: Und kann nicht überhaupt helfen.
00:35:05: also manchmal sind sehr auch Themen wo ich sage Das ist gar nicht mein Metier oder da bin ich nicht die richtige für, oder ich habe auch keine Ressourcen.
00:35:14: Und die Auftragsklärung finde ich es ist fünfzig Prozent oder halbe Miete.
00:35:20: also wenn ich in Workshop gehe und habe vorher keine gute Auftragsklärung gemacht dass sowohl Ich weiß worauf ich mich einlasse als auch die Menschen die das mit mir machen dann kann dieser workshop eine absolute Katastrophe werden hatte ich in den letzten Jahren zum Glück nicht Weil ich die Leute auch manchmal, wenn ich das Gefühl hatte gut dann brauchst halt nochmal ein zweites Vorgespräch.
00:35:42: Mittlerweile verteile ich auch manchmal tatsächlich so sprichwörtlich Hausaufgaben oder sage Wenn ihr nur einen Tag Zeit habt und das Problem lösen wollt Dann müsst ihr vorbereitet kommen.
00:35:51: dann braucht es andere Sachen Das da aktiver auch im Vorfeld den Leuten zu sagen was ist möglich was nicht?
00:35:59: also es gibt bei mir immer so Also ich schreibe mir ein paar Sachen mit aus dem Vorgespräch und dann formuliere ich daraus einen Purpose für diesen Workshop, für die.
00:36:08: Und sage Liste diesen Purpose durch danach diese vorgeschlagen Agenda und fühlt sich das so an?
00:36:15: was du also ist es das?
00:36:18: Und dann zu Beginn des Workshops graße ich das nochmal ab oder tasse das noch mal ab mit einem Promptum wo ich dann frage Was erwartest du dir von heute?
00:36:28: Was sollte nicht passieren?
00:36:30: und ich habe da so ein Dreierfragen immer, wo ich auch die Leute frage was willst du heute beitragen.
00:36:36: Also was ist deine Erwartungshaltung?
00:36:39: und damit die Leute einfach für sich okay das ist mein Wunsch heute.
00:36:43: ob sich der jetzt erfüllt weiß ich nicht.
00:36:44: aber um auch mal aufzumachen mit welchen unterschiedlichen Wünschen gehen die Leute eigentlich in so einem Format trotz Einladung trotz Vorgespräch?
00:36:54: Das ist eigentlich so, starte ich auch immer ein Workshop.
00:36:58: Bevor ich überhaupt in irgendetwas reingehe und dann hat sich es gut bewährt.
00:37:03: also ich persönlich das macht ja jeder anders.
00:37:05: Ich mache meine Workshops alle auf Konzertboard.
00:37:09: Kannst du's mir rummachen?
00:37:10: Ist ja total wurscht!
00:37:11: Ich bin halt auf Konzerbort hingeblieben und baue mit den Workshop so ein bisschen damit ich so einen Zeitgefühl habe bis wann muss ich ungefähr wo sein?
00:37:22: und merkt dann aber im Workshop, okay da werden wir nicht mal hinkommen.
00:37:26: Und dann kann ich aber das rechtzeitig sagen unten Angebot an die Gruppe machen Wir werden das jetzt nicht mehr da reingehen.
00:37:32: Aber wollt ihr hier bleiben?
00:37:33: oder wenn ihr sagt nee Dann müssen wir dann aber jetzt abbrechen.
00:37:36: und dass den Leuten auch immer zu sagen Ich habe mich von Daniel auch dieses laute Flüstern geklaut.
00:37:42: also Wenn wir das zur zweit zu dritt machen sage ich mir am Anfang Wir werden heute auch immer wieder miteinander sprechen uns tun als ob ihr nicht da seid einfach damit ihr wisst wo wir gedanklich gerade sind oder was so als nächstes passiert und falls wir etwas ändern müssen, also die Agenda auch schlicht und ergreifend ändern müssen.
00:37:59: Dass die Leute immer ein bisschen Gruppe mitkommt und nicht auf einmal okay, wo sind wir jetzt?
00:38:07: Sehr schön!
00:38:09: Hört gut zu das sind alles hundertprozentig die richtigen Dinge, die man machen sollte.
00:38:13: auch meiner Meinung nach.
00:38:15: vielen Dank dass du es mal schön zusammengefasst hast.
00:38:18: Wir kommen langsam zum Ende liebe Steffi.
00:38:21: Was hast du noch an Tipps Inspiration irgendwie, was du noch loswerden wolltest?
00:38:26: Was du vorher noch nicht sagen konntest.
00:38:30: Ich glaube ich habe schon eine Menge reingepackt.
00:38:32: Ich hab im Vorfeld auch überlegt, was so meine Liebste-LS ist und festgestellt wie man an diesem Schmierzettel sehen kann.
00:38:39: also den könnt ihr höhere Innen jetzt nicht sehen.
00:38:41: aber das sind ganz viele Sachen drauf geschrieben und ich glaube so Träuker und das Shift in Share... Trist, Troika und Shift and Share.
00:38:55: Und wenn ihr anfangen wollt mit LS empfehle ich euch einfach immer noch das Buch von Dany auch wenn er von sich selber behauptet dass erst heute ganz anders schreiben würde.
00:39:07: Natürlich!
00:39:08: Und das Buch vom Birke das erste würd' ich sagen also als Inspiration.
00:39:13: Einfach
00:39:14: zusammenarbeiten?
00:39:15: Genau
00:39:16: genau und da auch hier ich hab's ja erst nach Jahren nochmal gelesen.
00:39:20: Also, als du mich kontaktiert hattest, hatte ich tatsächlich dann gesagt Mensch da könnte ich noch mal reingucken und danach habe ich diese Struktur für das Konfliktgespräch geklaut und werde die jetzt auch in einem Programm.
00:39:34: was ich gerade konzipiere, werde ich das als Vorschlag wie man ein gutes Konflikgesprich führen könnte.
00:39:42: um was zum Festhalten?
00:39:44: eine gute Struktur mit den Moving Motivators Genau, aber um anzufangen einfach Wonto for All.
00:39:53: und sucht euch vielleicht eine Gruppe wo ihr die psychologischen Sicherheit habt das sozusagen wo ihr wisst okay.
00:40:02: Die haben da auch Lust zu... Da ist es nicht schlimmer.
00:40:05: man also diesen Ausprobierraum.
00:40:08: am Ende wird es aber immer wenn's im Arbeitskontext ist.
00:40:10: mein ein klassischer Rat Was ich gemerkt habe, wenn du in diese ganzen Formate gibst wo auch Coaches, Organisationsentwickler also Peer Group.
00:40:22: Wirst du anders die LS machen und mit einer anderen Enthusiasmus rangehen als wenn du im dein System gehst?
00:40:28: Also das System meint deine Firma, dein Projekt wo auch immer Du wirst immer Menschen nicht hundert Prozent mitnehmen und du wirst Menschen begeistern.
00:40:36: Also wirst du immer das ganze bunte Potpourri an Emotion haben Und dann einfach für sich dieses.
00:40:42: Das ist das Gefühl, ich muss mich nicht davon runterziehen lassen.
00:40:48: Dass ich diese eine Person nicht habe erreicht und immer dran denken, wen hast du denn schon damit inspiriert?
00:40:55: Und ich glaube auch immer ganz gut wenn du merkst du stumpfest nicht ab.
00:40:58: also wenn du sagst der heißt mir doch eh egal ob die das cool finden oder nicht.
00:41:01: Ich glaube wenn ich diesen Punkt in meinem Leben erreicht hab dann sollte ich überlegen Gärtner zu werden oder irgendwas anderes zu machen und da vielleicht auch ein bisschen liebevoll mit sich selbst zu sein als Facilitäter mir und hätte mir manchmal gewünscht, dass mir das am Anfang auch jemand gesagt hätte.
00:41:19: Ich war halt immer sehr feuchtlos.
00:41:20: ich habe die Dinge gemacht mit Menschen in Uniform oder auch manchmal zu sagen okay vielleicht ist das nichts für dir aber ich hab gedacht am Ende des Tages tut der Schritt aus der Komfortzone ja auch gut und ich halte Kritik auch gerne aus.
00:41:34: Ja, Kritik kann man ja auch liegen lassen?
00:41:37: Genau!
00:41:37: Bei den Einladungen für die LS, so ich lade euch ein zum HMM und denk dran das ist ein Sushi Buffet.
00:41:44: Also wenn du so einen Fragenteppich hast, falls es so viele Fragen sollen wir beantworten?
00:41:48: Nein!
00:41:49: Es gibt Menschen, die resonieren eher auf diese Frage, auf.
00:41:51: diese ist wie ein Sushi Buffet, pick dir eine Frage raus und mit dieser Frage startest du.
00:41:55: Genau.
00:41:56: Ja, sehr schön.
00:41:58: Jetzt habe ich vielen lieben Dank dass heute zu Gast warst.
00:42:02: Hat mich sehr gefreut,
00:42:05: bin ich mit dir zu dahalten.
00:42:13: Das war der Praxis Podcast zu Liberty Structures.
00:42:15: Wenn du Lust hast, mit mir über deine Praxiserfahrungen zu sprechen, melde dich zum Beispiel bei e-mail an
00:42:20: ls.praxispodcastlgmail.com
00:42:23: oder schreib mich auf LinkedIn an.
00:42:25: Den Liberty Structures Praxis podcast findet ihr auf den üblichen Plattformen oder im Podcatcher Eurora.
00:42:30: Wir freuen uns über eure Feedback!
00:42:32: Das ist keine Bewertung da und empfiehlt uns weiter, denn nur mit Bewertungen lässt sich effektiv die Reichweite des Klasses erhöhen, damit noch mehr Menschen der Building Structures ausbilden können.
00:42:42: Ich bin Christian Maynardt und ich freue mich von euch zu hören!
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